Mitteilungen 2026

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Update Januar 2026

Chris, 12.01.2026

Wir berichten hier über alles, was sich seit dem letzten Update ereignet hat und beginnen mit

12 Marathons in 12 Monaten
Am 16.11.2025 lief unser Pate Zoltán den 11. Marathon in der belgischen Gemeinde Kasterlee. Dieser war sowohl mental als auch körperlich eine große Herausforderung für ihn. Dauerregen am Tag zuvor hatte den ohnehin unebenen Boden in einen rutschigen und schlammbedeckten Hindernisparcour mit tiefen Pfützen verwandelt, sodass sich jeder Kilometer wie zwei anfühlte. Aber fokussiert und motiviert wie Zoltán nun mal ist, hat er auch das geschafft. Wie am 01.10.2025 bereits berichtet, hatte er das Spendenziel von 5.000 €, das er sich gesetzt hatte, bereits im September erreicht. Dies auch durch die Unterstützung seines Arbeitgebers Euroclear, der die Summe aus dem Kuchenverkauf verdoppelte. Alles, was seither gespendet wurde, war also zusätzlich.

Es ist vollbracht! Den 12. Marathon lief Zoltán am 06. Dezember 2025. Dieser wurde nicht von einem Sportclub oder einer Organisation veranstaltet, sondern von Zoltán selbst organisiert. Er fand auch nicht in einem Stadion statt, sondern rund um sein Zuhause in Wezembeek-Oppem/Belgien. Dazu hatte er neben Familie und Freunden auch alle eingeladen, die ihn bei den vorangegangenen 11 Marathons tatkräftig unterstützt haben, indem sie einen ganzen Marathon oder Teile mit ihm gelaufen sind und / oder Geld gespendet haben. Auch wir waren eingeladen, jedoch konnte aus unterschiedlichen Gründen leider niemand von uns teilnehmen. Wie unglaublich emotinal dieser letzte Marathon für ihn war, beschreibt Zoltán in seinem Blog https://ytgyu.weblium.site/
″Dieser letzte Lauf stand ganz im Zeichen der Freundschaft. Die Menschen schlossen sich zu unterschiedlichen Zeitpunkten an, liefen ein paar Kilometer oder mehr, einfach um Teil der Reise zu sein. Einige kamen mit Laufschuhen, andere mit aufmunternden Worten und einem Lächeln. Unterwegs unterhielten wir uns, lachten, passten unser Tempo einander an – und ja, wir trotzten dem Regen. Während der Hälfte des Marathons öffnete sich der Himmel und wir wurden klatschnass. Aber anstatt den Moment zu trüben, machte es ihn irgendwie noch intensiver. Wir liefen gemeinsam in der Kälte und Nässe, und diese gemeinsame Anstrengung hatte etwas Kraftvolles.

Solidarität ist nicht immer angenehm. Manchmal ist sie schlammig, regnerisch und anstrengend. Aber sie hält einen in Bewegung.

Es gab keine Medaillen, keine offiziellen Ergebnisse, keine Fotografen im Ziel. Stattdessen gab es Umarmungen, High-Fives, dampfende Atemwolken in der kalten Luft und ein tief empfundenes Gefühl der Erfüllung. Ein Jahr Training, schmerzende Beine, frühes Aufstehen, Reisen, schlammige Wege, persönliche Reflexion und gegenseitige Unterstützung – all das kam in einem einzigen bescheidenen, wunderschönen Moment zusammen. Dieses Jahr hat mir gezeigt, dass zielgerichtete Bewegung echte Wirkung erzielen kann – insbesondere, wenn wir uns gemeinsam bewegen.″

Und dann passierte etwas, das niemand erwartet hatte: Zoltán berichtet darüber in seinem Blog: ″Als ich diese Reise begann, war das Ziel klar: 12 Marathons in 12 Monaten, um die Bildung von Kindern in Uganda zu unterstützen. Es war eine Herausforderung mit einer Struktur, einem Ziel und einer klaren Ziellinie. Aber als der 12. Marathon vorbei war, fühlte sich etwas noch nicht abgeschlossen an.

Zu dieser Zeit sah ich mir die Dokumentation über den als „Iron Cowboy“ bekannten Sportler an, der 100 Ironman-Wettkämpfe an 100 aufeinanderfolgenden Tagen absolvierte – und sich dann entschloss, am 101. Tag noch einen weiteren zu absolvieren. Nicht, um einen Rekord zu brechen, sondern um ein Beispiel zu setzen: selbst wenn man glaubt, an seine absoluten Grenzen gestoßen zu sein, steckt noch mehr in einem.

Diese Geschichte hat mich nicht losgelassen.″

Und dann lief Zoltán am 31.12.2025 einfach einen weiteren Marathon!
Dazu schreibt er: ″Beim 13. Marathon ging es nicht um Zahlen oder darum, körperlich etwas zu beweisen. Es ging um eine Überzeugung, die während dieser Reise immer stärker geworden ist: Selbst wenn man an seine Grenzen stößt, kann man immer noch einen Schritt weitergehen, wenn das Ziel größer ist als man selbst.
Sich für Bildung, für Chancen und für Kinder einzusetzen, die eine Chance im Leben verdienen, verändert die Art und Weise, wie man Grenzen definiert. Bei „One more“ geht es nicht darum, endlos zu pushen – es geht darum, sich dafür zu entscheiden, ein bisschen mehr zu geben, wenn es wirklich darauf ankommt.
Der 13. Marathon, den ich am letzten Tag des Jahres 2025 gelaufen bin, hat mir wieder einmal vor Augen geführt: Ziele sind wichtig, aber Werte sind wichtiger. Und manchmal beginnen die bedeutungsvollsten Läufe genau dort, wo der Plan endet.″

Diese unglaubliche Leistung, 13 Marathons in 12 Monaten und einige davon im Abstand von nur wenigen Tagen zu laufen, und vor allem diese Haltung hat uns zutiefst berührt und beeindruckt und wir verneigen uns voller Ehrfurcht und Dankbarkeit vor Zoltán. Unnötig zu erwähnen, dass er alles zusätzliche Geld, das noch gespendet wurde, bereits auf unser Konto überwiesen hat.
Wir freuen uns darauf, Zoltán im Februar persönlich in Uganda zusammen mit den Kindern, für die er sich so sehr eingesetzt hat, hoch leben zu lassen.

Adventsmarkt in Herxheim
Ergänzend zu den Fotos vom 30.11.2025 (bei Mitteilungen 2025) können wir berichten, dass der Adventsmarkt in Herxheim allen nicht nur wieder viel Spaß gemacht hat, sondern in jeder Hinsicht erfolgreich war. Wir haben durch den Verkauf der aus Uganda mitgebrachten Arktikel und den Losverkauf der Tombola nicht nur eine ordentliche Summe eingenommen, sondern konnten uns auch über eine vermittelte Patenschaft freuen. Besonders schön ist hierbei, dass der neue Pate der jüngere Bruder des Mädchens ist, das anlässlich des Adventsmarkts 2024 selbst eine Patenschaft übernahm. Da machte es uns auch nicht so viel aus, dass der halbe Sonntag verregnet war. Vielen Dank an alle, die mitgewirkt und uns dort besucht haben! Wir freuen uns schon auf den Adventsmarkt 2026!

Ende des 3. Terms 2025
Der letzte Term des Jahres endete am 05. Dezember und die Zeugnisse und Briefe der Kinder wurden inzwischen an die Patinnen und Paten verschickt. Ob alle unsere Abschlusskandidaten der P 7 die Prüfungen zum PLE (Primary Leaving Examinations, berechtigt zum Besuch der Lower Secondary School; Näheres unter https://kwa-moyo.de/Uganda/Schulsystem/) bestanden haben, erfahren wir hoffentlich in den nächsten Tagen. Dies ist nicht nur für die Jugendlichen selbst, sondern auch für uns wichtig, weil wir dann an die jeweiligen Patinnen und Paten mit der direkten Frage herantreten können, ob sie den Besuch der Secondary School für ihr Patenkind finanzieren können und möchten. Auf die jeweilige Mail von Mitte November mit dem Hinweis, wie es nach der P 7 weitergehen kann, kamen bisher leider nur wenige Rückmeldungen. Danke an alle, die bereits mitgeteilt haben, ihr Patenkind auch an der Secondary School zu unterstützen! Wir freuen uns, dass für eines der drei Mädchen, deren Patenschaft zum Jahresende 2025 beendet wurde, ein anderer Pate die Patenschaft übernommen hat. Vielen herzlichen Dank!

Weihnachtsfeier an der Schule
Die ursprünglich für den 6. Dezember geplante Weihnachtsfeier musste aus organisatorischen Gründen auf den 16. Dezember verschoben werden.  Es war ein besonderer Tag mit einem festlichen Essen, Limonade, Kuchen und verschiedenen Aktivitäten. Die Kinder, die die Vorschule erfolgreich abgeschlossen haben, wurden mit einer in Uganda üblichen Graduation Ceremony entlassen. Beim festlichen Einzug in die Multifunktionshalle trugen sie ihre dafür vorgesehene und in Uganda sehr wichtige Robe mit Stolz und freuen sich nun darauf, im kommenden Schuljahr in die 1. Klasse der Primary School vorzurücken. Als Geschenk erhielten alle Schülerinnen und Schüler der Grundschule eine neue Schultasche. Für die Großen der Secondary School gab es je ein Tagebuch. Die Mitarbeiter erhielten zusätzlich zum Weihnachtsgeld eine große Stange Seife. Im Rahmen der Weihnachtsfeier wurden auch die besten Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Jahrgänge geehrt.

Für ein besonderes Highlight sorgten die Schülerinnen und Schüler der Secondary School mit dem Vortrag des Liedes, das unser Schüler Caleb selbst geschrieben und komponiert hatte.
Wir danken allen sehr herzlich, die mit ihrer Zuwendung dazu beigetragen haben, dass wir den Kindern und Mitarbeitern so eine schöne Weihnachtsfeier bereiten und sie auch beschenken konnten.

Secondary School
Wir haben die Kooperation mit der Masimilano Ochwo Omiel Memorial Secondary School (MOOMS) in Tororo zum Ende des Schuljahres 2025 aufgrund einiger unschöner Vorkommnisse, auf die wir hier nicht weiter eingehen wollen, beendet.
Ab Februar 2026 werden unsere Großen die Mbale Comprehensive High School besuchen, die sowohl über eine Sportförderung als auch über ein Stipendienprogramm verfügt: 
https://sites.google.com/view/mbalecomp.

Hier ein erster Blick auf die Mbale Comprehensive High School:

Wir hatten diese Schule bereits 2024 in der engeren Auswahl, jedoch wären die Gebühren für einen großen Teil unserer Patinnen und Paten nicht finanzierbar gewesen. Unsere ugandische Vorsitzende Pauline Kakai und unser Geschäftsführer Peter Zziwa führten mehrere Gespräche mit dem Vorstand der Schule und es gelang ihnen, einen Tarif auszuhandeln, der für beide Seiten fair ist und es uns ermöglicht, unsere Kinder zu den gleichen finanziellen Bedingungen wie bei der MOOMS nun doch ins Boarding dieser sehr guten Schule zu schicken. Das heißt: Der monatliche Patenbeitrag von 40,00 Euro wird sich für die Patinnen und Paten nicht ändern. Bei den Verhandlungen spielte natürlich auch die große Anzahl von Jugendlichen, die wir ab Februar 2026 in gleich drei Klassen dort anmelden werden, eine Rolle.
Wir sind sehr glücklich, dass diese Lösung gefunden wurde und auch die Jugendlichen freuen sich sehr.

Das neue Schuljahr beginnt am 2. Februar 2026. Ende Januar wird wieder eine Gruppe von Teammitgliedern mit einigen Paten nach Uganda reisen und bei der Eröffnung des neuen Schuljahres vor Ort sein. Wir werden dann auch die neue Schule besuchen, die Jugendlichen treffen und entsprechend berichten.